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  Ein Freund großer Worte - Sebastian Krämer spricht.

"die Stadt bitte
nach hinten durchgehen,
fragen, wo der Bahnhof aufhört
zwischen den Häuserzeilen
und in den Gesichtern der Wartenden lesen,
daß man der Bus ist."


Inhalt u.a.: "Bonn- Eine Vermutung", "Randale", "Blauer Fünfer", "Die Wange im Wind", "Der Überdrüssige", "Torte und Tarte", "Die Schwimm", "Ich glaub es geht los" ...
Der doppelte deutsche Meister im Poetry Slam legt hier seine erste reine Wort-CD vor.
Doch "Wort" kann vieles sein. Jambische Randale, Stand-up-Novelle, Große Lyrik mit seltsamen Titeln oder kleine Geschichten und Merkbeispiele, die verständlich machen, wieso man oft nichts versteht. Lerne zu denken wie ein Blumenkübel!
Titel wie "Bonn", "Die Wange im Wind" oder "Der Überdrüssige" sind längst Klassiker der deutschen Poetry-Slam-Szene. Nun sind sie auch zu hause erlebbar in einer äußerst reizvollen Dramaturgie: man folgt beim Hören der CD einer Bewegung von außen nach innen, von den großen Hallen des Landes zu den kleinen Zimmertheatern Berlins.
Denn anders als "Ein Freund großer Worte - Sebastian Krämer singt" ist "Sebastian Krämer spricht" eine Zusammenstellung von Aufnahmen verschiedenster Herkunft. Mitschnitte bei Poetry-Slams (die legendären Sieger-Beiträge der Deutschen Meisterschaften 2001 in Hamburg und 2003 in Darmstadt) in dichter Folge mit Ausschnitten aus Rundfunk-Produktionen, Auftritte im "Scheinbar kleinsten Varieté Berlins" und im Zebrano-Theater am Ostkreuz: Mit Krämer muß überall gerechnet werden! Und überall hinterläßt er ein vom Erlebnis seiner Sprache berücktes Publikum...
Ihm gelingt, was vielen anderen verwehrt bleibt: Intelligente Comedy niveauvoll am platten Kalauer vorbei zu manövrieren, ohne sich dabei der Oberlehrerattitüde zu bedienen. [...]
Der realistische Ausgangspunkt seiner Erzählungen verflüchtigt sich recht schnell in der grenzenlosen Farbigkeit der Wortspiele, oder umgekehrt. [...]
Krämer gehört eher zur eloquenten Randgruppe der Spaßdomteure, doch da gebührt ihm höchster Respekt.
Hessische/Niedersächsische Allgemeine, 22.11.2004
Ruhe tritt ein, wenn Texte mit glatt polierter Oberfläche rissig werden und für einen Augenblick den Blick in die Tiefe zulassen - wie bei Sebastian Krämer. [...] Sein "Lego", zunächst unter schwerem Generation-Illies-Verdacht, kreist nicht nur selbstverliebt im elaborierten Code: "Baut mir aus Lego einen Sarg! Und zwar mit blauen Fünfern!" Der Schlipsträger hat mehr zu bieten als feine Reime.
Süddeutsche Zeitung, 20.11.2001